Bienenfresser

Bienenfresser sind etwa so groß wie eine Amsel aber bunt wie ein Papagei. Es sind sicherlich die buntesten Vögel Deutschlands. Der Bienenfresser ist ein Gewinner des Klimawandels. Er liebt es heiß und trocken. Derzeit ist der Bienenfresser in Deutschland noch sehr selten, es gibt bundesweit nur wenige tausend Vögel. 2019 habe ich in Kraichtal das erste Brutpaar dokumentiert, 2020 sind es drei Paare. Hoffentlich bleiben uns diese herrlichen Tiere erhalten.

 

Die geschickten Flieger fangen ihre Beute (meist Wespen, Bienen, Hummeln, Libellen, Schmetterlinge usw.) im Flug. Bienenfresser graben bis zu zwei Meter tiefe Bruthöhlen in steile, unbewachsene (kahle) Löswände und Feldraine. Ende Juni schlüpfen fünf bis sieben Junge. Zur Fütterung erscheinen sie am Höhleneingang. Dabei müssen sie Schlange stehen, da nur jeweils eines in der schmalen Röhre Platz hat um gefüttert zu werden. Ist ein Junges satt, tritt es zurück und der nächste ist an der Reihe....  Bereits Mitte/Ende August sammeln sich die Bienenfresser um dann gemeinsam die Reise ins Winterquartier anzutreten.  2019 wurde in Kraichtal ein Trupp mit ca. 50 Vögeln gesehen. Auch wenn man sie nicht gleich sieht, kann man sie doch an ihrem markanten "geflöte" leicht erkennen.

 

Was kann man für den Bienenfresser tun: Ausreichendes Nahrungsangebot findet der Bienenfresser in Blühwiesen mit vielen Fluginsekten. Wenn sie einen kahlen, steilen Feldrain haben, dann halte sie ihn möglichst frei von Vegetation. Wichtig: In der Nähe muss ein Baum oder größerer Strauch sein an dem sie ansitzen können um die Bruthöhle zu beobachten und die Nahrung für die Jungen "vorzubereiten".