Bluthänfling

Der Bluthänfling hat seinen Namen seinem Federkleid zu verdanken. Bei den Männchen sind Brust und Stirn rot gefärbt, welche während der Brutzeit besonders intensiv kaminrot strahlen. Die Hänflinge ernähren sich hauptsächlich von den Samen von Ackerwildkräutern, u. a. Samen von Lein, Hanf und Disteln, die ebenfalls allesamt rötlich gefärbt sind. Ganz besonders mögen sie rote Ampferpflanzen und können diese auch aus der Entfernung auf einer blühenden Wiese zielgerichtet erspähen und sich darauf stürzen. Rot ist daher absolut die Farbe des Bluthänflings.

Als typischer Vogel der offenen Kulturlandschaft fühlt er sich aber an offenen sonnigen Flächen mit niedriger Gras- und Krautvegetation am wohlsten. Er braucht zudem auch die Nähe zu Hecken und anderen linearen Strukturen für die Aufzucht der Jungen. Sein Nest baut er in Jungfichten, Schlehenhecken oder auch in Streuobstgebieten oder Eiben im Siedlungsbereich. Sonnige offene Flächen in extensiv bewirtschafteten Weinbaugebieten werden auch von ihm besiedelt.

In Kraichtal ist er besonders häufig in Weinbergan anzutreffen, was ihm auch seinen Spitznamen "Weinbergfink" einbrachte.