Bachstelze

 Die Bachstelze ist nicht nur die häufigste unserer Stelzen, mit ihrem schwarz-weißen Gefieder, dem schnell trippelnden Gang, den ruckartigen Kopfbewegungen und ihrem langen, wippenden Schwanz kann man sie auch kaum verwechseln.

 

Die Bachstelze hält sich viel am Boden auf, gerne auch in der Nähe von Gewässern. Anders als ihr Name vermuten lässt, sind Bachstelzen jedoch auf Gewässer in ihrem Lebensraum nicht unbedingt angewiesen. Stattdessen treffen wir sie als „Kulturfolger“ sowohl in der offenen Landschaft als auch mitten in Dörfern und Städten. Hier kommt es ihr vor allem auf eine versteckte Brutnische für ihr Nest an. Und die beziehen Bachstelzen an einem Schrebergartenhäuschen ebenso wie an einem modernen Neubau.

Ihr Gesang ist selten zu hören. Meist geben Bachstelzen nur einzelne Rufe von sich, darunter ein spitzes „zitit“ oder ein leiseres „tschüp“.

 

Wo sich keine geeigneten Nistplätze wie Mauerlöcher oder Nischen unter Dachziegeln finden, kann man Bachstelzen einen speziellen Nistkasten anbieten, die sogenannte Halbhöle. Falls nicht die Bachstelze auf den bequem zugänglichen, halboffenen Kasten aufmerksam wird, zieht vielleicht ein Hausrotschwanz ein, der ähnliche Vorstellungen von seiner Kinderstube besitzt.

 

Quelle: Nabu.de