Orchideen

Wohl keine heimische Pflanzenfamilie ist so beliebt, wie die Familie der Orchideen. In Deutschland gibt es ca. 90 verschiedene, wild wachsende Orchideenarte.

 

Die meisten Orchideen sind bei uns selten bis sehr selten. Daher genießen alle heimischen Orchideen nach Bundesartenschutzverordnung einen besonderen Schutz. Sie dürfen weder abgeschnitten noch ausgegraben und entnommen werden.

 

Eine Hauptgefährdung für die heimischen Arten geht durch den Verlust oder die Veränderung ihrer Lebensräume aus.

 

 


Bocks-Riemenzunge

Die Bocks-Riemenzunge ist in Mitteleuropa sehr selten. Durch die Klimaerwärmung hat sie sich seit den 1990 Jahren jedoch weiter ausbreiten. In Deutschland kommt sie überwiegend in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland und Nordbayern vor. Sie kann eine Höhe von 25 bis 100 cm erreichen und der Blütenstand kann bis zu 100 Blüten haben.

 

Die Bocks-Riemenzunge bevorzugt Trockenrasen, Magerrasen, Streuobstwiesen an mehr oder weniger steil abfallenden Hängen mit Ausrichtung nach Westen, Süden oder Osten. Auch auf nicht gepflegten, nicht zu stark verbuschten Flächen ist sie zu finden.

 


Helm-Knabenkraut

Das Helm-Knabenkraut bevorzugt sonnige bis leicht beschattete Standorte auf Halbtrocken- und Trockenrasen, Magerwiesen und lichte Kiefernwälder auf trockenen bis mäßig frischen Böden. Es blüht im Mai und Juni.

Das Helmknabenkraut ist überwiegend in der Süfhälfte Deustchlands zu finden. Trotz des relativ großen Verbreitungsgebiets ist das Helm-Knabenkraut in vielen Gebieten gefährdet. Verbuschung und Nutzungsänderung der Biotope führt seit geraumer Zeit zur Vernichtung vieler Lebensräume. Durch die Fähigkeit Sekundärstandorte zu besiedeln, ist diese Art noch nicht so stark gefährdet wie es bei verschiedenen anderen Orchideen (z.B. Brandknabenkraut) der Fall ist.


Purpur-Knabenkraut

Das Purpur-Knabenkraut blüht in der Regel ab Anfang Mai bis Anfang Juni. Es braucht kalk- oder zumindest basenreichen humushaltigen und lockeren Lehmboden in Gegenden mit warmem Klima. ES bevorzugt lichte Wälder und Gebüsche, die im Sommer trocken, im Winter aber gut durchfeuchtet sein sollten. Es kommt an seinen Standorten  gelegentlich in kleinen, individuenarmen und sehr lockeren Beständen vor.

 

Das Purpur-Knabenkraut gilt als gefährdet.

 


Pyramiden-Knabenkraut (Pyramiden-Hundswurz)

Das Pyramiden-Knabenkraut wird auch Pyramiden-Hundswurz genannt.Es ist selten in Deutschland und wächst fast nur im Süd-Westen (Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz).   Als Standort bevorzugt die kalkliebende Pflanzenart trockene bis wechselfrische Magerrasen und lichte Wälder.