Die Gewöhnliche Osterluzei erreicht eine Wuchshöhen von 30 bis 100 Zentimeter. Sie vermehrt sich ducht unterirdische Sprossen (Rizome) und durch Samen. Die Blütezeit erstreckt sich meist von Mai bis Juni.
Die gelben röhrigen Blüten, die ab Mai erscheinen, locken mit ihrem etwas strengen Geruch winzige Fliegen an. Diese landen an der tütenförmigen Mündung der Blüte und kriechen hinein. Abwärts gerichtete Härchen machen die Röhre zu einer Einbahnstraße. In einer bauchigen Erweiterung an der Blütenbasis streifen die Besucher mitgebrachten Pollen an der empfangsbereiten Narbe ab. Die Reusenhärchen geben den Ausgang erst wieder frei, nachdem sich die Staubbeutel geöffnet haben. Mit Pollen beladen krabbeln die Fliegen dann ins Freie und besuchen weitere Blüten.
Die Osterluzei-Arten sind giftig, dienten aber seit dem Altertum als Heilpflanzen, zum Beispiel zur Behandlung von Wunden.
Der Besand dieser Pflanze nimmt in Deustchland immer weiter ab. Darum steht sie auf der Vorwarnstufe der gefährdeten Pflanzenarten. Auch in Kraichtal sieht man sie in der freien Natur immer seltener. Früher sah man sie gelegentlich an Böschungen und in Weinbergen.