Der Berliner Prachtkäfer erreicht eine Länge von 20 - 24 mm und ist grünlich bronzefarben glänzend. Er gehört zu den sogenannten Urwaldreliktarten. Diese Arten haben sehr spezifische Ansprüchen bezüglich urwaldähnlichen Habitatstrukturen, die in unserer Kulturlandschaft nur noch sehr selten vorzufinden sind. Urwaldreliktarten kommen in Mitteleuropa nur noch sehr selten vor, haben eine starke Bindung an Habitattradition (Strukturkontinuität und Kontinuität der Alters- und Zerfallsphase), hohe Ansprüche an Totholzqualität und -quantität und verschwinden aus den kultivierten Wäldern Mitteleuropas oder sind schon verschwunden. Damit stehen sie repräsentativ für besonders schützenswerte Waldbestände.
Man findet die adulten Käfer zwischen Mitte Mai und Ende September auf besonnten Kronenästen und Stammabschnitten (Hauptflugzeit ist Anfang Juni bis Anfang Juli). Die hochgradig thermophile Art schlüpft erst ab einer Holztemperatur von 30° Celsius. Die Larven entwickeln sich im Holz am Übergang von lebendem zu totem Holz in stark dimensionierten Ästen im Kronenbereich. Für die Entwicklung von Ei zum Käfer benötigt der Käfer 3-4 Jahr.
Der Berliner Prachtkäfer gilt in Deutschland als STARK GEFÄHRDET.