Schwarzspecht

Der Schwarzspecht ist fast ganz schwarz, bis auf seine rote Scheitelfärbung. Das macht ihn unverwechselbar. Er ist ungefähr so groß wie eine Krähe, womit er der mit Abstand größte einheimische Specht ist.  

 

Er ernährt sich im Sommer in erster Linie von holzbewohnenden Ameisen, deren Nester er auch in größeren Stämmen großflächig freilegt. Im Winter werden auch Ameisenhaufen ausgebeutet.

 

Er ist ein wichtiger Höhlenlieferant für zahlreiche Tierarten, die auf größere Baumhöhlen angewiesen sind. So ist z.B. die Hohltaube ein regelmäßiger Nachmieter. Der Schwarzspecht ist eng an alte Baumbestände gebunden, wobei die Holzart eine untergeordnete Rolle spielt. In Altholzbestände wie 80 bis 100-jährige Buchen mit mindestens 4 bis 10 Meter astfreien und über 35 cm starken Stämmen, baut er seine Brut- und Schlafhöhlen.

 

Mit ca. 35.000 Brutpaaren ist der Schwarzspecht wesentlich seltener als der Buntspecht.

 

Da viele gefährdete Höhlenbrüter wie Hohltaube, Dohle und Rauhfußkauz, aber auch Wildbienen, Fledermäuse und Bilche von der Bautätigkeit des Schwarzspechts profitieren, ist der Schutz und die dauerhafte Erhaltung einer ausreichenden Zahl von Höhlenbäumen ökologisch bedeutsam und erforderlich. Die Umtriebszeiten (Zeit von der Pflanzung bis zum fällen eines Baumes)  im Wirtschaftswald sollten verlängert werden. "Altholzinseln" können mit dem Ziel ausgewiesen werden, sie der natürlichen Sukzession zu überlassen. Alt- und Totholz sollte auch im Wirtschaftswald in einem ausreichenden Anteil geduldet werden.

 

Hier der Ruf des Schwarzspechtes.