Eisvogel

 

Sein Name leitet sich nicht von "Eis" ab, sondern vom althochdeutschen „eisan“ für „schillern“ oder „glänzen“ und diesem Namen macht er alle Ehre. Eisvögel sind zusammen mit den Bienenfressern die buntesten Vögel in unserer Heimat und mit Sicherheit sind Eisvögel die schillerndsten! Je nach Sonneneinstrahlung schillert ihr Gefieder kobaltblau bis türkisgrün.  Kein Wunder, dass viele Leute den Eisvogel als fliegenden Edelstein bezeichnen.  Der Eisvogel ist unverwechselbar. Er ist etwas größer als ein Sperling, wirkt gedrungen, ist auffallend kurzschwänzig und besitzt einen geraden kräftigen Schnabel.

 

 

 

Eisvögel sind Frühbrüter, sie haben jetzt Ende März schon mit der Eiablage begonnen. Erst wenn alle Eier gelegt sind, beginnt das Paar zu brüten. Männchen und Weibchen wechseln sich beim Brüten ab. In der Regel haben Eisvögel zwei Bruten, manchmal sogar drei. Leider ist die Sterblichkeitsrate bei den Eisvögeln sehr hoch. Oft kommt es vor, dass duch Hochwasser eine ganze Brut auf einmal verloren geht.  Eisvögel brüten an langsam fließenden oder stehenden Gewässern mit reichem Angebot an Kleinfischen und sonstigen Wassertieren. Sitzwarten um die Nahrung zu beobachten und Steile Uferwände um eine Bruthöhle zu graben sind ebenfalls unerlässlich. Der Eisvogel eignet sich hervorragend als Indikator für gesunde Gewässer. In stark industrialisierten, dicht bevölkerten Regionen ist er mittlerweile eine ausgesprochene Seltenheit. Entlang des Kraichbaches ist der Eisvogel gelegentlich zu sehen und es gibt die ein oder andere Bruthöhle in den Steilwänden.

 

 

Männchen und Weibchen lassen sich leicht unterscheiden: Männchen haben einen schwarzen Schnabel und Weibchen einen orangefarbenen Unterschnabel.