Blindschleiche

Nein, die Blindschleiche ist keine Schlange, sondern eine Echse, auch wenn sie viel eher wie eine Schlabge aussieht. Blind ist sie natürlich auch nicht. Ihr ursprünglicher Nahme kommt aus dem Althochdeutschen und bedeutet so viel wie "glänzende Schleiche". Das passt sehr gut zu ihrer glänzenden Haut.

 

Blindschleichen können eine Länge von 40 - 45 cm erreichen. Einzelne Exemplare wurden aber auch schon mit 55 cm Körperlänge gemessen. Die erwachsenen Tiere haben eine variable Grundfärbung aus Braun-, Grau-, Gelb-, Bronze- oder Kupfertönen.

 

Blindschleichen jagen in erster Linie Nacktschnecken, Regenwürmer und unbehaarte Raupen; ihr nach hinten gekrümmtes Gebiss hilft ihnen beim Festhalten dieser schlüpfrigen Beutetiere.

 

Bei den Lebensraumansprüchen gilt die Blindschleiche als wenig wählerisch, sie nutzt also eine Vielzahl unterschiedlicher Biotope. Gerne nutzt sie geschützt gelegene trockene Sonnenplätze, beispielsweise auf Totholz, die sich in Nachbarschaft zu Versteckplätzen (Erdlöcher, Hohlräume unter Baumwurzeln, liegendem Holz, Steinen, Plastikfolie oder Blech, Felsspalten, Moospolster, auch Laub- und Komposthaufen oder Brennholzstapel) befinden. Den Winter verbringen Blindschleichen in Kältestarre bzw. Ruhe in möglichst frostsicheren Verstecken. Häufig bohren sie sich auch selbst unterirdische Gänge von bis zu 100 cm Länge und verschließen die Öffnung mit Moos oder Erde.

 

Sie steht unter Natur- und Artenschutz und darf nicht gefangen oder verletzt werden. Insbesondere ist zu vermeiden, Blindschleichen an ihrem hinteren Körperabschnitt festzuhalten. Dies kann sonst das Abwerfen des Schwanzes auslösen, wodurch das Tier zwar nicht stirbt, aber zeitlebens verstümmelt bleibt.