Ameisenlöwe

 

Der Ameisenlöwe ist eine räuberische Insektenlarve, die Ameisen und andere kleine Tiere mit einer verblüffenden Methode fängt: Er baut im sandigen Boden Trichter. Wenn Beute dort hineinläuft, kommt sie nicht wieder heraus, weil sie mit dem lockeren Sand zum Trichtergrund rutscht. Dort wartet mit seinen großen Zangen der Ameisenlöwe und injiziert ein lähmendes Gift. Wenn das Opfer versucht zu entfliehen, wirft der Ameisenlöwe mit Sand nach ihm wodrurch es immer wieder in den Trichter zurück rutscht.
Der Ameisenlöwe ist, je nach Art, bis zu 17 Millimeter groß und bräunlich gefärbt. Die daraus entstehende erwachsene Ameisenjungfer ist ein graziles Insekt, das einer Libelle ähnelt.

 

 

 


Blutzikade

Blutzikaden werden nur ca. 1 cm lang. Ihren Namen haben sie von der leuchtend roten Zeichnung der schwarzen Vorderflügeldecken.  Es gibt mehrere Arten von Blutzikaden, die sich geringfügig durch die Zeichnung der Vorderflügeldecken unterscheiden.

 

Wie alle Zikaden, ernährt sich die Blutzikade durch das Anstechen und Aussaugen bestimmter Pflanzenteile.

 

Blutzikaden sind die Weltmeister beim Hochsprung im Tierreich. Sie sind bis zu einem Zentimeter lang und erreichen aus dem Stand heraus 70 Zentimeter Höhe. Die Sprungenergie für diese Hochleistungen liefert das hintere Beinpaar. In diesen Beinen kann das Tier wie in einem Katapult Spannung aufbauen und plötzlich entladen.

 


Feuerwanze

Die Gemeine Feuerwanze erreicht eine Körperlänge von 6,5 bis 12 Millimeter. Ihr Körperumriss ist oval, die Oberseite flach, die Unterseite gewölbt. Die Art ist durch ihre markante rot-schwarze Färbung und Zeichnung fast unverwechselbar. Sie sind nicht flugfähig.


An warmen Frühlingstagen verlassen die Tiere ihre Verstecke im Boden, in denen sie den Winter verbracht haben, und treten dann in großer Anzahl auf.

 

Feuerwanzen sind KEINE Schädlinge, sie fressen keine gesunden Pflanzen. Im Gegenteil, sie ernähren sich von abgefallenen Samen, von Pflanzensäften und den Säften toter und lebender Tiere wie Milben, Blattläuse und auch Tiere derselben Art, die von ihnen ausgesaugt werden.

 

Weibchen legt etwa 50 bis 60 Eier in die Erde oder in abgefallenes Laub. Die Larven entwickeln sich innerhalb eines Jahres in fünf Stadien mit jeweiliger Häutung. Es gibt kein Puppenstadium. Nach der fünften Häutung erscheint das ausgewachsene Tier. Die Larven sehen den erwachsenen Wanzen sehr ähnlich.

 

Zu den natürlichen Feinden zählen in erster Linie Vögel, aber auch Raubwanzen und Spinnen.

 


Gottesanbeterin

Eigentlich lebt die Gottesanbeterin schon seit vielen jahren in Deustchland, allerdings nur in besonders warmen Regionen wie z.B. am Kaiserstuhl. Baden-Württemberg, insbesondere Südbaden, ist immer noch das Hauptverbreitungsgebiet in Deustchland. Trotzdem ist sie eine Gewinnerin des Klimawandels, denn sie breitet sich in Deutschland immer weiter aus. Im Sommer 2019 habe ich zum ersten mal eine in Kraichtal fotogrfiert.

 

Gottesanbeterinnen sind Räuber. Sie fressen Fliegen, Heuschrecken, Wespen, Bienen und andere Insekten. Manchmal fressen sie sogar Artgenossen. Größere Fangschrecken erbeuten mitunter sogar kleine Reptilien, wie etwa Frösche. Sie sind tagaktive Lauerjäger, das heißt, sie verharren stundenlang unbeweglich, bis sich ihnen ein Opfer nähert, welches sie dann mit ihren Fangbeinen packen.

 

Sie steht bei uns unter strengem Naturschutz. Deshalb darf sie u. a. weder gefangen noch gehalten werden.

 

Weibchen können bis zu 75 mm lang werden, die Männchen sind deutlich kleiner und erreichen eine Länge bis zu 60 mm. Die Grundfärbung reicht von zartgrün bis braun.   Nach dem Liebesakt sollte sich das Männchen schnellstmöglich aus dem Stab machen, sonst besteht die Gefahr dass es vom Weibchen aufgefressen wird...

 

Herzlichen Dank an Uwe Filsinger, er hat mir im September 2020 die drei Bilder von der gelb-braunen Gottesanbeterin geschickt.


Hornissenschwebfliege

Im ersten Moment dache ich das wäre eine Hornisse - ist es aber nicht. Dass die Hornissenschwebfliege so aussieht ist aber kein Zufall sondern ein klarer Fall von Minikry. Hier macht die wehrlose Schwebfliege so wie wenn sie die "gefährliche" Hornisse wäre...


Hornissen-Raubfliege

Den Namen hat die Hornissen-Raubfliegee durch ihre braun-gelbe Färbung, die an Hornissen erinnert. Sie wird ca. 2 bis 2,5 cm groß.

 

Sie fliegt von Juni bis Oktober und ernährt sich räuberisch von diversen Insekten. An warmen Tagen sitzt die sie auf einer hochgelegenen Sitzwarte, wie einem Baumstumpf, einem Weidezaun oder auch einem Dunghaufen und beobachtet genau ihre Umgebung. Ist ein geeignetes Beutetier erspäht, fliegt sie los, greift es mit den starken Beinen und trägt es zurück zur Sitzwarte. Dort wird es anschließend ausgesaugt. Bevorzugte Beuteinsekten sind kleine Heuschrecken, Wespen, Fliegen und Käfer. Das Weibchen lagt ihre Eier in lockeren Boden in der Nähe von Dunghaufen. Die Larven der Hornissen-Raubfliegen ernähren sich von Larven anderer Insekten die in Dung leben. Die Entwicklung der Larven dauert ca. 2 bis 3 Jahre.  

 

Die Hornissen-Raubfliege ist bei uns selten anzutreffen. In Deutschland ist sie stark gefährdet (Rote Liste Kategorie 2).

Gründe für die abnehmenden Bestände:

- immer selter werdende Dunghaufen in der freien Natur

- zunehmender Einsatz von Medikamenten bei den Weidetieren (z.B. Anti-Wurmmittel, die nicht nur die Würmer der Weidetiere sondern auch die Larven der Kotbewohner töten)

 


Prachtwanze

Die Prachtwanze wird aufgrund ihrer auffälligen schwarz-gelb gestreiften Flügeldecken auch als Gestreifte Weichwanze bezeichnet. Das langgestreckte Insekt erreicht Körperlängen zwischen 9 und 12 Millimetern. Die Grundfärbung der Tiere ist ein Schwarz. Die Flügeldecken haben gelbe Flügeladern und weisen am Ende gelbe bis rötliche, schwarz gerandete Spitzen auf.

 

Sie besiedelt vor allem Laubgehölze an sonnenbeschienenen Waldrändern, lockere Gebüsche, Hecken sowie freistehende Bäume. Die Tiere sind vor allem auf Schwarzdorn, Weißdorn, Birken und Hasel anzutreffen. Sie meiden schattige Lebensräume.

 

Sie ernährt sich überwiegend räuberisch von tierischer Nahrung wie Insektenlarven oder Blatt- und Schildläusen; daneben sticht sie junge Triebe und Blätter an, um sich von deren Saft zu ernähren.

 


Skorpionsfliege

Sie hat einen gefährlich klingenden Namen, sieht ungewöhnlichem aus, ist aber vollkommen harmlos. Ihr Name rührt nicht von einem Giftstachel her, sondern vom relativ großen, auffällig über dem Hinterleib getragenen Kopulationsorgan der Männchen. Im Bild ist allerdings ein Weibchen zu sehen das dieses Organ nicht besitzt.

 

Hinsichtlich ihrer Nahrung ist die Gemeine Skorpionsfliege anspruchslos. Sie frisst an reifen Früchten wie Himbeeren oder Brombeeren (oder in Obstgärten an herabgefallenem Obst) ebenso wie an toten oder verendenden anderen Insekten oder Spinnen.


Streifenwanze

Die Streifenwanze erreicht eine Körperlänge von 8 bis 12 Millimetern. Sie ist durch ihr auffälliges, namensgebendes Streifenmuster unverwechselbar. Sie trägt auf der Oberseite sechs schwarze Längsstreifen auf rotem oder gelbrotem Grund. Die Unterseite ist rot und trägt schwarze Punkte.


Wollschweber

In Deutschland gibt es 34 Wollschweber-Arten. Sie gehören zu den Fliegen und sind hummelartig behaart. Einige der Arten sind dunkel gefärbt und haben schwarze, durchscheinende Flügel. Dies führte zu dem alternativen deutschen Namen Trauerschweber.