Libellen: Allgemeines

In Mitteleuropa gibt es etwa 85 Libellenarten. Die Flügelspannweite der Tiere beträgt in der Regel zwischen 20 und 110 mm.  Libellen zeichnen sich durch einen außergewöhnlichen Flugapparat aus. Die Fähigkeit, ihre beiden Flügelpaare auch unabhängig voneinander zu bewegen, ermöglicht es ihnen, abrupte Richtungswechsel zu vollziehen, wie ein Hubschrauber in der Luft stehen zu bleiben oder bei einigen Arten sogar rückwärts zu fliegen. Beim Flug werden Maximalgeschwindigkeiten von 50 km/h erreicht.

 

Da die Libellenlarven auf Wasser angewiesen sind, findet man Libellen meist in der Nähe von Gewässern. Trotzdem kann man Libellen auch abseits von Gewässern antreffen. Insbesondere Weibchen meiden phasenweise die Gewässer, da sie dort unweigerlich von den Männchen zur Paarung genötigt würden.

 

Wenn sich ein Libellenpaar gefunden hat, bilden sie das sogenannte Paarungsrad. Dabei packt das Männchen das Weibchen mit seinen Hinterleibszangen hinter dem Kopf und das Weibchen biegt ihren Hinterleib nach vorne und nimmt den Samen des Männchens auf.

 

Nach der Paarung heftet das Weibchen die befruchteten Eier an Pflanzen im Wasser oder zumindest am Wasser. In den Eiern entwickeln sich die Libellenlarven. Das Larvenstadium der meisten Libellen dauert  ein bis zwei Jahre. Es gibt aber auch Libellenarten bei denen es nur zwei Monate oder auch bis zu fünf Jahren dauern kann. Dabei durchlaufen die Tiere mehr als zehn kontinuierlich größer werdende Larvenstadien, die jeweils mit einer Häutung abgeschlossen werden.

 

Nachfolgende Bilder: Paarung und Eiablage der Prachtlibelle am kleinen Kraichbach.


Blaue Federlibelle

...am Pfannwaldsee.



Feuerlibelle

Die Feuerlibelle ist ursprünglich im Mittelmehrraum stark verbreitst. Bei uns ist sie seit einigen Jahrzehnten auch zu hause.

 

Die Männchen der Feuerlibelle sind signalrot. Die Weibchen sind ockerfarben bis hellbraun.

 

Feuerlibellen werden in der Regel zwischen 40 und 45 Millimetern lang. Sie erreichen Flügelspannweiten von 65 bis 70 Millimetern. Bei beiden Geschlechtern befindet sich auf der Basis der Hinterflügel ein deutlicher gelb-oranger Fleck, auf der Basis der Vorderflügel ein kleinerer.

 

Man kann Feuerlibellen aufgrund der Färbung mit roten Heidelibellen verwechseln, insbesondere mit der Blutroten Heidelibelle. Allerdings unterscheiden sie sich von diesen durch ihren flacheren Hinterleib und ihren relativ großen Körper. Außerdem sind bei den Männchen selbst die Beine rot.

 

 


Heidelibelle

Ich war doch überracht als ich die Libelle an unserem Gartenteich gesehen habe. Es gibt diverse Varianten der Heidelibelle....

 

Blutrote Heidelibelle

Die Blutrote Heidelibelle ist recht anspruchslos und besiedelt nahezu jedes stehende und langsam fließende Gewässer, oft Gewässer mit deutlicher Verlandungszone.

Frühe Heidelibelle

...am Tonbergsee in Gochsheim.


Mosaikjungfer

In unserem Gartenteich fühlen sich die großen Mosaikjungfern besonders wohl. Jedes Jahr schlüpfen dutzende Libellen aus den Larven...


Pechlibelle

...am Pfannwaldsee.

 


Plattbauch Libelle

Der Plattbauch ist deutlich breiter als andere Libellenarten. Der Plattbauch zählt zu den besten Fiegern unter den Libellen.  Der Plattbauch ist eine wenig spezialisierte Segellibelle, die an nahezu allen Gewässertypen angetroffen werden kann. Häufig besiedelt der Plattbauch neu angelegte, noch spärlich bewachsene Gewässer. An kleinen Teichen kann man sie gelegentlich mit sehr hoher Geschwindigkeit fliegen sehen.  Männchen und Weibchen sind unterschiedlich gefärbt. Die Weibchen sidn gelblich braun und die Männchen blau.

 

Bilder aufgenommen am kleinen Kraichbach.


Prachtlibelle (Blauflügel-Prachtlibelle)

...am Gartenteich.