Bockkäfer

Sie sind durch die besonders langen, gegliederten Fühler,  die oft länger sind als ihre Körper, leicht zu erkennen. Da die Fühler zudem meist gebogen sind und nach hinten getragen werden, erinnern sie an die Hörner eines Steinbocks. Dies hat zu ihrem deutschen Namen "Bockkäfer" geführt.


Hirschkäfer

Hirschkäfer sind die größten europäischen Käfer. Die männlichen Käfer werden meist deutlich größer als die weiblichen, jedoch gibt es vor allem bei den Männchen große Schwankungen. Männchen werden etwa 3,5 bis 8 Zentimeter lang, die Weibchen etwa 3 bis 5 Zentimeter. Seinen Namen erhielt der Hirschkäfer aufgrund der bei den Männchen geweihartig vergrößerten Oberkiefer. Die Entwicklung zu einem Hirschkäfer kann bis zu acht Jahre dauern (je nach Nahrungsangebot). Die aller meiste Zeit davon verbringt er als Larve. Hirschkäfer Männchen leben nur wenige Woche und Weibchen sterben Spätestens im Herbst.

 

Auf der bundesweiten Roten Liste wird der Hirschkäfer in der Kategorie 2 „stark gefährdet“ geführt.    Der wichtigste Grund dafür ist das Fehlen von Altholz in dem sich die Larven entwickeln können. Alte, kranke und tote Bäume und Baumwurzelns stehen lassen. Sie sind extrem wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tierarten!

 

 


Maikäfer

Maikäfer werden ca. 25 bis 30 mm lang. Sie fleigen ihrem Namen entsprechend überwiegen im Mai (April bis Juni) und ernähren sich überwiegend von den Blättern von Laubbäumen.

 

Die Käfer leben etwa vier bis sieben Wochen. Das Männchen stirbt nach der Begattung, das Weibchen nach der Eiablage. Bei der Eiablage werden 10 bis 100 Eier in eher feuchte Humusböden eingebracht. Nach vier bis sechs Wochen schlüpfen die Engerlinge. Maikäfer haben eine Zykluszeit von drei bis fünf, meist vier Jahren. Das heißt, die frischgeschlüpften Engerlinge benötigen vier Jahre, bis sie eine vollständige Metamorphose zum geschlechtsreifen Tier durchgemacht haben. Darum sagt man auch dass alle vier Jahre ein Maikäferjahr wäre.

 

Männchen und Weibchen kann man an der Größe der Fühler unterscheiden: Männchen haben deutlich größere Fühler. Die Männchen haben sieben Fühlerplättchen, die etwa 50.000 Geruchsnerven haben; bei den Weibchen hingegen weist der Fühlerfächer sechs Plättchen mit ungefähr 9000  Geruchsnerven auf.

 


Ölkäfer (Maiwurm)

Der Schwarzblaue Ölkäfer hat es in sich. Sein Körpergift Cantharidin wird je nach Dosis sowohl als Heilmittel wie als Liebestrank, aber auch für Giftmorde verwendet. Die Käferlarven schmarotzen in den Nestern von Wildbienen und ernähren sich von deren Eiern und Pollenvorräten.

 

Heute leben mehr als 30 Arten aus der Familie der Ölkäfer in Mitteleuropa. Am häufigsten ist dabei der auch als Maiwurm bekannte Schwarzblaue Ölkäfer, der nun für Österreich, Deutschland und die Schweiz zum Insekt des Jahres 2020 gewählt wurde.

 

Der Schwarzblaue Ölkäfer wird in Deutschland in der Roten Liste als gefährdet eingestuft. Ursache der Bestandabnahme ist an erster Stelle der Lebensraumverlust.


Rosenkäfer (Gemeiner-/Goldglänzender-)

Rosenkäfer erreichen eine Körperlänge von 14 bis 20 Millimetern. Die Oberseite ihres Körpers ist sehr variabel metallisch grün bis bronzefarben glänzend gefärbt, meistens ist sie grün. Der Goldglänzende Rosenkäfer fliegt von April bis Oktober und ernährt sich von Nektar und Pollen.

 

Eine Besonderheut weist der Rosenkäfer bei seiner Flugtechnik auf: Anders als bei den meisten Käfern schieben die imposanten Tierchen ihre Hinterflügel unter den Flügeldecken hervor, anstatt die Deckflügel anzuheben.

Die Larven (Engerlinge) des Rosenkäfers leben vorzugsweise in weichen Holzresten von beispielsweise Eichen Weiden und Pappeln. Die Entwicklung der dicken, weißen Larven findet über zwei Häutungen zur Puppe bis hin zum erwachsenen Käfer statt. Der Kokon ist oftmals von einer dünnen Hülle aus Erde, Sand oder Holzstückchen umgeben. Die Verpuppung erfolgt meist im frühen Herbst. Der gesamte Zyklus vom Ei bis zum Käfer dauert zwei bis drei Jahre.

 

Er gilt zwar nicht als gefärdet, ist aber eine besonders geschützte Art gemäß Bundesartenschutzgesetz.

 


Tatzenkäfer (Labkraut-Tatzenkäfer)

Vom Tatzenköfer habe ich bis jetzt leider nur ein Bild der Larve, aber die sieht auch sehr interessant aus, oder ?!?  Die Larven werden 20 Millimeter lang, sind schwarz und plump und kugelig gebaut. Sowohl die larven, als auch die Käfer ernähren sich überwiegend von Labkraut.

 

Der Tatzenkäfer ist wärmeliebend. Er kommt insbesondere auf mageren Wiesen, Magerrasen, Trockenrasen und in Weinbergen vor. Dann sieht man ihn von März bis September.

 

Die Käfer legen im Sommer ihre Eier auf dem Labkraut ab. Im folgenden Frühjahr schlüpfen die Larven. Wenn sie sich sattgefressen haben, verpuppen sie sich im Boden. Ähnlich wie die Engerlinge brauchen sie 1-3 Jahre, bis sie voll entwickelt wieder ans Licht kommen.

 

Die Käfer sind mit einer Körperlänge von 15 bis 20 Millimetern die größten einheimischen Blattkäfer. Sie haben einen schwarzen körper und sehen ähnlich aus wie Mistkäfer. Er ist flugunfähig weil siene Deckflügel zusammengewachsen sind.

 

Bei Störungen sondert der Tatzenkäfer einen Tropfen rote Flüssigkeit ab, der wie Blut aussieht. Dieses Verhalten wird "Refelexbluten" genannt. 

 

Seinen Namen hat der Käfer wegen der tatzenartigen Beine.Ich hoffe dass ich bald Bilder des voll entwikelten Käfers zeigen kann...

 

 


Zottiger Rosenkäfer

Der Zottige Rosenkäfer ist eine wärmeliebende Käferart, die entsprechende Habitate bevorzugt. Seinen Namen verdankt er seinem dicht behaarten Körper. Er besitzt an der Oberseite nach oben abstehende Haare. Auf den Deckflügeln befinden sich weiße Flecken. Er wird ca. 1 cm groß. 

 

Die ausgewachsenen Käfer sind  von April bis Juni zu beobachten. Sie ernähren sich von Blütenpollen – bevorzugt von gelbblühender Blumen.

 

Die Käferart gilt in Mitteleuropa als „gefährdet“. Die meisten Sichtungen in Deutschland stammen aus der Oberrheinebene. Er ist also schon eine kleine Rarität in Deutschland. Umso schöner dass man ihn bei uns in Kraichtal ab und zu sehen kann. Der Zottige Rosenkäfer ähnelt dem Trauerrosenkäfer. Der Trauerrosenkäfer hat jedoch nicht die zottigen Haare wie sein Fetter.


Schwarzer Moderkäfer

Der schwarze Moderkäfer erreicht eine Körperlänge von etwa 22,0 bis 32,0 Millimeter. Die Färbung ist matt schwarz. Er bevorzugt feuchte Wald- und Berggegenden, wo er am Tag unter Moos oder Steinen verborgen lebt. Bei Gefahr verhält er sich wie ein Skorpion: er hebt sein langes Hinterteil an und streckt es dem Angreifer entgegen. Außerdem kann er in seinem Hinterleib ein übel riechendes Sekret produzieren.

Die Fortpflanzungszeit des Schwarzen Moderkäfers liegt im Herbst. Aus den Eiern schlüpfen nach ca. 30 Tagen die Larven, die dann größtenteils in Erdhöhlen überwintern um sich im Folgejahr zum Erwachsenen Käfer zu entwickeln.